Absetzdurchfall gilt als multifaktorielle Erkrankung: die Trennung von der Muttersau, der Wegfall der Sauenmilch, neue Buchtengenossen und eine unbekannte Umgebung verursachen Stress. In dieser Lebensphase sind die Ferkel besonders anfällig für Keime aus der Umwelt. Häufig sind pathogene E. coli für schwere Verläufe von Absetzdurchfall verantwortlich. Entscheidend für lebensbedrohliche Krankheitsverläufe sind sogenannte Adhäsionsfaktoren. Diese Zellanhänge gehen mit Rezeptoren in der Dünndarmschleimhaut Bindungen ein. Erst nach der Bindung an die Rezeptoren beginnt die rasante Teilung der E. coli-Bakterien und in weiterer Folge die nachhaltige Schädigung der Schleimhaut. In erster Instanz gilt es, das Stressniveau der Ferkel durch äußere Einflüsse möglichst zu reduzieren.
Was der Artikel noch bereithält:
- Kampf dem Absetzdurchfall: Das Management optimieren
- … und trotzdem Durchfall: Erreger im Stall nachweisen
- Zucht E-Coli-resistenter Ferkel: Ein Teil der Lösung?
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