RindRinderzuchtZuchtrinderpreise stiegen im Jahr 2025

Zuchtrinderpreise stiegen im Jahr 2025

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Zuchtvieh bleibt nach wie vor gefragt.
Quelle: Agrarfoto

Im Jahr 2025 gab es in Österreich 124 Zuchtrinderversteigerungen durchgeführt. Das sind sechs mehr als im Vorjahr. Über alle Rassen und Kategorien hinweg (ohne weibliche Zuchtkälber) erhöhte sich der Durchschnittspreis um 269 Euro, beziehungsweise elf Prozent.

Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 2.728 Euro (2024: 2.459 Euro). Daraus resultierte bei den Versteigerungen ein Gesamtumsatz von rund 45 Mio. Euro (netto).

Insgesamt wurden 22.575 Tiere aufgetrieben, davon 21.894 Tiere verkauft. Das entspricht einer Verkaufsquote von 97 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 3.871 Tieren.

Stärkster Preisanstieg bei Zuchtstieren

Die höchsten Durchschnittspreise wurden 2025 bei den Stieren erzielt.

  • 534 Stiere wurden zu durchschnittlich 3.338 Euro verkauft (2024: 2.821 Euro).
  • 7.066 Erstlingskühe erzielten im Schnitt 2.973 Euro (2024: 2.498 Euro).
  • 5.670 trächtige Zuchtkalbinnen brachten durchschnittlich 2.609 Euro (2024: 2.566 Euro).
Grauvieh erzielte in den Kategorien Zuchtstiere, sowie Jungkalbinnen die Höchstpreise.
Quelle: Archiv

Die größte Kategorie stellten die Erstlingskühe mit einem Vermarktungsanteil von 32,3 Prozent. Es folgten trächtige Kalbinnen (25,9 %) und Mehrkalbskühe (9,4 %). Zuchtrinderexport bringt 47 Mio. Euro zusätzliche Wertschöpfung.

Der Zuchtrinderexport bleibt eine tragende Säule der österreichischen Rinderwirtschaft. Von insgesamt rund 31.000 vermarkteten Tieren (Versteigerungen und Ab-Hof-Verkäufe) gingen 21.843 Tiere bzw. 71,5 Prozent ins Ausland.

Besonders stark war der Export bei:

  • Fleckvieh: 17.130 exportierte Tiere (78,4 % aller Exporttiere)
  • Holstein: 1.866 exportierte Tiere mit dem höchsten prozentuellen Exportanteil (81,7 %)

Allein durch den Export entstand laut Rinderzucht Austria eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 47 Mio. Euro für heimische Rinderbauern.

Exportanteil der unterschiedlichen Rassen.
Quelle: Rinderzucht Austria

Insgesamt wurden über Versteigerungen und Ab-Hof-Verkäufe 30.539 Tiere verkauft und ein Gesamtumsatz von 65 Mio. Euro erzielt. Rund 71,7 Prozent der Tiere wurden über Versteigerungen vermarktet, 28,3 Prozent direkt ab Hof.

Höchste Durchschnittspreise innerhalb der gesteigerten Kategorien:

  • Stiere: Grauvieh: 4.697 Euro
  • Erstlingskühe: Holstein: 3.141 Euro
  • Mehrkalbskühe: Holstein 3.004 Euro
  • Trächtige Kalbinnen: Fleckvieh: 2.646 Euro
  • Jungkalbinnen: Grauvieh: 1.347 Euro

Digitale Plattform für Zuchtrinder

Mit der Online-Plattform www.kuh4you.at bietet Rinderzucht Austria seit März 2021 die Möglichkeit, Rinder österreichweit online zu versteigern. Interessenten können bequem von zu Hause aus mitbieten oder Tiere per Treuhandkauf erwerben.

Für Biobetriebe besonders relevant: Seit Jänner 2022 ist die von der EU vorgeschriebene Bio-Tier-Verfügbarkeitsdatenbank integriert. Damit erhalten Betriebe einen umfassenden Überblick über verfügbare Biotiere. Die Plattform wurde im Rahmen der Digitalisierungsoffensive des Landwirtschaftsministeriums entwickelt.

Fazit

Das Vermarktungsjahr 2025 zeigt: Die Preise für österreichische Zuchtrinder bleiben auf hohem Niveau, insbesondere bei Stieren und Erstlingskühen. Der starke Export sichert zusätzliche Wertschöpfung und unterstreicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Rinderzucht.

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