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Während um fünf Uhr abends auf den meisten Milchbetrieben Hochbetrieb herrscht, ist es am Hof der Familie Sattler ruhig. Dann ist doch ein Traktorengeräusch aus der Ferne zu hören – Betriebsleiter Leopold ist dabei, die Mischration für die Kühe zuzubereiten. In den Futtermischwagen füllt er nach und nach Maissilage, Biertreber, Grassilage, Stroh, Getreide, Körnermais, Kürbiskuchen, Mineralfutter und Eiweißfutter. Mit dem fertig gemischten Futter biegt er mit dem Gespann um die Ecke in Richtung Kuhstall, öffnet das Tor und legt das Futter ab. Den Futtertisch hat er zuvor mit Hofladerschaufel und Besen gereinigt. Etwa zwei Drittel der insgesamt 60 Kühe bewegen sich neugierig zum Futtertisch, der Rest bleibt in den Tiefboxen liegen und lässt sich vom Wiederkauen nicht stören. „Unsere Ration ist ohne viel Schnickschnack. Wir berechnen sie auch selbst. Aber die Leistung der Herde gibt unserem einfachen System recht“, erklärt Leopold Sattler.

Hohe Milchleistung
Die Fleckviehkühe geben im Durchschnitt 12.289 kg Milch pro Jahr. Bei den Braunviehkühen sind es
11.125 kg und bei den Holsteins 14.761 kg. „Zusätzlich bekommen die Kühe im Melkroboter je nach Milchleistung und Laktationsstadium bis zu fünf Kilogramm eines Ausgleichsfutters mit 20 Prozent Rohprotein“, fasst der Landwirt zusammen. Die Fütterung im Kuhstall ist abgeschlossen. Dieselbe Mischration mit 2 kg Kraftfutter extra bekommen die Mastrinder.
Das erfahren Sie noch in diesem Beitrag:
- Mast auf Stroh, bringt das finanzielle Vorteile?
- welche Merkmale sind bei der Rinderzucht relevant?
- Mast von Fleckvieh, Braunvieh und Holsteinkälbern
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