LandtechnikGülle-/Wirtschaftsdünger-TechnikZunhammer: Neue DLG-Anerkennung des Nährstoffsensors VAN-Control 2.0

Zunhammer: Neue DLG-Anerkennung des Nährstoffsensors VAN-Control 2.0

Das Nährstoffmesssystem VAN-Control 2.0 von Zunhammer kann mit seiner neuen Software nun auch Phosphor messen. Zudem bestätigte die DLG-Prüfung dem System das automatische Erkennen aller vier geprüften Güllearten.
Quelle: Hersteller

Gülle wie Mineraldünger einsetzen – das war die Vision von Sebastian Zunhammer sen., als er vor über 16 Jahren mit den Entwicklungsarbeiten zum Nährstoffsensor VAN Control begann. Hierzu erhielt Zunahmmer 2017 die erste DLG-Anerkennung des Systems. Seither hat das Unternehmen die Technik weiter optimiert und VAN-Control 2.0 mit der Software-Version 14.3.1 einer neuen DLG-Prüfung unterzogen.

Das Prüfinstitut bestätigte dem Gülletechnik-Hersteller aus Bayern das Erkennen von allen vier geprüften Güllearten. Bisher testeten die DLG-Ingenieure Rinder- und Schweinegülle, sowie Gärreste. Im neuen Test wurde auch die Mischgülle von Rindern und Schweinen sicher erkannt.

„Neu ist auch die erfolgreiche Messung der Phosphor-Gehalte bei allen vier Güllearten. Durch den Einsatz eines einzigen Kalibrationsmodells für alle geprüften Güllearten ist eine Fehlbedienung beim Wechsel der Gülleart im Praxiseinsatz ausgeschlossen. Andere Messsysteme schreiben teilweise den Wechsel der Software je nach Gülleart vor“, so Senior-Chef Sebastian Zunhammer.

Das Display des VAN-Control 2.0
Quelle: Hersteller

Gülle wie Mineraldünger einsetzen

Im Einzelnen erhielt der Nährstoffsensor über alle vier geprüften Güllearten die Anerkennung zur Messung der Trockenmasse (TM), des Gesamtstickstoffs (Ngesamt) und Phosphorgehaltes (P2O5). Ammonium-Stickstoff (NH4-N) wird bei Rinder- und Schweinegülle sowie Gärresten sicher gemessen. Den Kaliumgehalt (K2O) detektiert der Sensor sicher bei Rinder- und Mischgülle.

In der Praxis ermittelt der Nährstoffsensor beim Befüllen des Tanks mit Gülle deren Nährstoffgehalte. Während des Ausbringens regelt dann die Software die Güllemenge entsprechend dem gewünschten Düngeniveau in Kilogramm-Nährstoff je Hektar. Damit lassen sich Gülle bzw. Gärreste laut Zunhammer so präzise wie Mineraldünger einsetzen. Das sei ein wichtiger Aspekt in der gesellschaftlichen Diskussion, um ein Überdüngen mit organischen Düngern zu vermeiden.

Der Nährstoffsensor wird über die ISO-Bus-Technik komplett in die Systeme der Präzisionslandwirtschaft integriert. Damit lassen sich dann beispielsweise auch vorgeplante Applikationskarten zur Düngung „abarbeiten“ und die ausgebrachte Nährstoffmenge je Hektar dokumentieren.

Neben der Installation des VAN-Control 2.0 mit der neuesten Software in neue Tankwagen und Gülle-Selbstfahrer lassen sich bereits vorhandene Fahrzeuge des Herstellers, je nach Ausstattung, auch nachrüsten. Zudem ist der Einsatz in Pumpstationen und der Einbau in Fremd-Fahrzeuge möglich.

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