Für den Feuerwerkshandel könnte das neue Jahr nicht besser beginnen – sofern man den Prognosen bezüglich der importierten Menge an Feuerwerkskörpern Glauben schenken will. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden von Januar bis September nach Deutschland über 60 % mehr Böller, Raketen und Co. importiert – bestimmt für den Verkauf zum Jahreswechsel. Wie viel davon tatsächlich verkauft wird, zeigt zwar erst die Bilanz nach dem Jahreswechsel, doch die bisherigen Importzahlen liegen nun wieder über dem Niveau vor Corona. Hinzu kommt: Bei den Raketen sind Markenprodukte beliebt. Bei den Spaßkäufen, wie ich sie hier mal betitle, scheint die Inflation also kein Problem für den Konsumenten zu sein. Anders verhält es sich bei dem, was täglich zwischen den Zähnen landet. Butter, Topfen und Co. sind im Einzelhandel wieder günstiger. Den Konsumenten freut’s – den Landwirt ärgert’s einmal mehr. Zumal es dafür keinen nachvollziehbaren Grund gibt. Auch wenn die Milchanlieferung in den vergangenen Monaten anstieg, hieß es zuvor die Milch sei knapp, der Bedarf könne kaum gedeckt werden. Kaum geht die Milchanlieferung nach oben, folgt die Meldung von einem Überschuss. Die berechtigte Frage kommt in den Sinn: Wie groß war der Mangel dann wirklich? Oder wird die steigende Milchanlieferung wieder nur als Vorwand genutzt, Milchprodukte, vor allem Butter, als Aktionsware zu verschleudern? Anders sind Aktionspreise von bis zu 99 Cent pro 250-g-Päckchen wohl kaum zu erklären.
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