TierZwischen Berufung und Belastung: Tierärzte im Gespräch

Zwischen Berufung und Belastung: Tierärzte im Gespräch

Erschienen in: LANDWIRT 12/2026

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Während bei den Tierärzten eine Pensionswelle bevorsteht, fehlen junge Nutztierpraktiker bereits jetzt in vielen Gebieten.
Quelle: Archiv

Der Arbeitstag von Rosmarie Taxacher aus Wörgl im Tiroler Unterland beginnt meist gegen sieben Uhr morgens mit dem ersten Anruf am Praxishandy. Notfälle holen die selbstständige Tierärztin etwa einmal pro Monat auch nachts aus dem Bett. Arbeitstage, die erst um 22 Uhr enden, sind keine Seltenheit. Trotz der vielen Stunden sagt sie überzeugt: „Für mich ist es der beste Job der Welt.“ Mit der hohen Arbeitsbelastung kommt sie derzeit gut zurecht. „Wir arbeiten mit Landwirten zusammen. Die haben auch keine 40-Stunden-Woche. Wir sitzen im selben Boot. Die Kuh wird eben nicht nur von acht bis fünf Uhr krank und das Kalb hustet auch am Wochenende“, sagt Taxacher. Dass das Pensum nicht ohne persönliche Konsequenzen bleibt, verschweigt die 31-jährige Tirolerin jedoch nicht: „Im Moment könnte ich mir nicht vorstellen, eine Familie zu gründen.“ Vor allem die ständige Rufbereitschaft und Wochenenddienste an drei von vier Wochenenden sind die Kehrseite der Selbstständigkeit.

Das erfahren Sie noch in diesem Beitrag:

  • warum die Vorstellungen von Studierenden in der Arbeitswelt nicht erfüllt werden
  • Wie eine Großtierpraxis bei kleinen Strukturen überleben kann
  • Welche Vorstellungen sollten angehende Praktiker von der täglichen Arbeit haben?

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