
Mit der „Vision für die Landwirtschaft und Ernährung“ will die EU-Kommission den europäischen Agrarsektor in eine neue Ära führen. Dies ist vor dem Hintergrund des Agrarmarktes mit seinen geopolitischen Spannungen, dem zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck und den Auswirkungen des Klimawandels auch nötig.
Die Vision für Landwirtschaft im Überblick
Förderung der Landwirtschaft
- Junge Landwirte und kleine Betriebe stärken
- Zugang zu Land und Kapital für junge Landwirte erleichtern
- Transparenz auf dem Bodenmarkt verbessern
- Schutz vor unfairen Marktpraktiken, Einkommenssicherheit erhöhen
- freiwillige Anreize statt verpflichtende Regulierungen im Umwelt- und Klimaschutz
- Angleichung von Standards heimischer und importierter Produkte
- CO₂-Bindung und Naturschutz als zusätzliche Einkommensquellen
- Weiterhin strikte Kontrollen im Bereich der Lebensmittelsicherheit, auch für importierte Ware
- Fokus auf Digitalisierung und neue Technologien in der Landwirtschaft
Umwelt- und Naturschutz
- Ausgewogene Betrachtung von Ökologie und Ökonomie
- Nachhaltigkeitskompass für Betriebe
- Wasserstrategie zur resilienten und effizienten Wassernutzung
Mögliche Reform der GAP
- Direktzahlungen beibehalten mit stärkerer Berücksichtigung von Degression und Kappung
- wenige grundlegende Ziele und Vorgaben, dafür mehr Eigenverantwortung der Mitgliedstaaten bei der Ausgestaltung der GAP
- Vereinfachtes und einheitlicheres Regelwerk bei Agrarförderungen
- Digitalisierung bei Behörden, um Abwicklung der GAP zu vereinfachen
Die neue Agrarpolitik soll die europäische Landwirtschaft nicht nur stabilisieren, sondern auch attraktiver, wettbewerbsfähiger und ökologisch zukunftsfähig machen. Den Fokus will die EU künftig auf moderne Technologien und Digitalisierung legen. Die Herausforderung dabei: Bisher nahmen mit jeder Förderperiode Bürokratie und Auflagen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu. Dagegen gingen die Landwirte europaweit auf die Straßen. Das soll sich künftig ändern.
Lesen Sie weiter im Betrag:
- Details zur Vision
- Auswirkungen auf die künftige GAP
- Kritik der Verbände
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LANDWIRT AT 07/2025
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