Die neue Spitze der Vorarlberger Bäuerinnen heißt Esther Bitschnau. Die 43-jährige Vollerwerbslandwirtin aus Bartholomäberg (Montafon) wurde einstimmig gewählt. Die Amtsübergabe fand am Samstag den 22. März im Zuge des Landesbäuerinnentag in der Landwirtschaftsschule Hohenems statt. Rund 260 Bäuerinnen folgten der Einladung. Landeshauptmann Wallner und Landesrat Christian Ganter zählten zu den ersten Gratulanten und betonten in Ihrer Rede die Bedeutung der Bäuerin in der Landwirtschaft.
Zu den großen Zielen von Bitschnau gehören neben der Stärkung von sozialen Rechten auch die finanzielle Absicherung der Bäuerinnen. Im Schnitt erhalten Bäuerinnen derzeit rund 860 Euro Pension – etwa 600 Euro weniger als Bauern. Im ORF-Interview sagte Bitschnau: „Ich sehe meine Aufgabe in der Pensionsfrage, in der Kinderbetreuung und bei der Altersarmut“ Die neue Amtsinhaber betonte aber auch, dass es wichtig sei als Bäuerin angemeldet zu sein und über die Rechte Bescheid zu wissen.

Die scheidende Landesbäuerin Andrea Schwarzmann war vom Jahr 2005 weg im Amt und hatte bis zum Jahr 2019 auch das Amt der Bundesbäuerin inne. Bei ihrer Verabschiedung sprach sie von einer „wertvollen und sinnerfüllten Aufgabe“ und betonte die Entwicklung, die das Berufsbild seither durchlaufen habe. Laut Schwarzmann habe die körperliche Belastung der Bäuerinnen zwar abgenommen, die Büro- und Organisationsarbeit sei aber dazugekommen. Bäuerinnen seien oft diejenigen, die das Büro managen, Innovationen vorantreiben und die Zukunft der Höfe mitgestalten.

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