AckerbauAlternative KulturenSojabohneStickstofffixierung: So versorgt sich die Soja selbst

Stickstofffixierung: So versorgt sich die Soja selbst

Das Impfen direkt vor der Saat mit der Mischmaschine ist aufwendig, bringt aber was.
Quelle: Böck

Die Sojabohne hat einen großen Vorteil: Sie kann als Leguminose ihren Bedarf an Stickstoff (N) selbst decken. Bis zu 260 kg N bindet die Bohne aus der Luft. Damit sie das aber selbst machen kann, bedarf es einer Symbiose mit den sogenannten Knöllchenbakterien. Diese Symbiose kommt allerdings nur zustande, wenn die Wurzel der Sojabohne durch eben diese Bakterien infiziert wird. Damit es zu dieser Infektion kommt und in weiterer Folge die Bakterien ausreichend N fixieren, sollten ein paar Voraussetzungen erfüllt sein.

Kein Stickstoff

Wenn im Boden genügend mineralischer N vorhanden ist, wird die Sojabohne träge. In dem Fall fehlt ihr die Motivation, eine Symbiose einzugehen. Vor der Sojabohne sollten daher am besten Vorfrüchte bzw. Zwischenfrüchte stehen, die dem Boden N entziehen. Getreide oder Mais und gegebenenfalls leguminosenfreie Zwischenfrüchte mit einem guten N-Aneignungsvermögen wären optimal. Auch das Belassen von Stroh mit weitem C:N-Verhältnis am Feld – wie bei Körnermais – ist von Vorteil. Vorzugsweise sollte zumindest ein Teil davon auch an der Oberfläche liegen bleiben. Die Rückstände entziehen dem Boden den mineralischen N, um die eigene Rotte anzukurbeln. So bleibt der Bohne nichts anderes übrig, als eine Symbiose mit den Bakterien einzugehen.

Was der Beitrag sonst noch enthält:

  • Welche Nährstoffe sollten vorhanden sein
  • Impfen vor und bei der Saat
  • Mittel kombinieren
  • Kontrolle der Knöllchen

 

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