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Deutschlands Getreideexport geht zurück

Getreideschrot
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Deutschland hat in der ersten Hälfte des Wirtschaftsjahres 2024/25 deutlich weniger Getreide im- und exportiert als im gleichen Vorjahreszeitraum. Laut den Angaben aus der Online-Datenbank von Destatis wurden von Juli bis Dezember 2024 insgesamt 4,80 Mio. Tonnen Getreide ohne Reis und Erzeugnisse ausgeführt; das waren 877.000 Tonnen oder 15,4% weniger als in der zweiten Hälfte von 2023. Die Getreideimporte nahmen weniger stark ab, und zwar um 652.000 Tonnen beziehungsweise 10,8% auf 5,37 Mio. Tonnen. Bezogen auf das unverarbeitete Getreide blieb Deutschland mithin Nettoimporteur. Es errechnet sich hier für die erste Saisonhälfte ein Defizit von 561.000 Tonnen, nach 337.000 Tonnen in der Vorjahresperiode.

Auf der Exportseite schlug vor allem das Minus beim Weizen zu Buche. Die Weizenausfuhren nahmen im Berichtshalbjahr um 17,7% auf 2,88 Mio. Tonnen ab. Die Auslandsvermarktung von Gerste ging um 12,5% auf 1,47 Mio. Tonnen zurück, die von Mais um 16,2% auf 250.000 Tonnen und die von Roggen um 5,2% auf 129.000 Tonnen.

Bei den Importen fällt vor allem das starke Minus bei der Gerste von 46,0% auf 481.000 Tonnen ins Auge. Auch die Maiseinfuhren wurden deutlich zurückgefahren, nämlich um 17,2% auf 1,31 Mio. Tonnen. Die Bezüge von ausländischem Weizen verringerten sich indes nur um 2,3% auf 2,67 Mio. Tonnen. Der bei diesem wichtigen Nahrungsgetreide erzielte Exportüberschuss ist in den vergangenen Jahren stetig geschrumpft, seit 2020 um 1,3 Mio. auf aktuell nur mehr 212.000 Tonnen.

Die Roggeneinfuhren nahmen in den ersten sechs Monaten von 2024/25 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9% auf 329.000 Tonnen zu. Auch die Importe von Sorghum, Hirse und sonstigem Getreide außer Reis erhöhten sich, und zwar kräftig um 34,0% auf 323.000 Tonnen. Dagegen wurde die Einfuhr von Hafer um 3,8% auf 253.000 Tonnen reduziert.

Etwas anders als der Außenhandel mit Getreide hat sich im Berichtshalbjahr das Auslandsgeschäft mit Getreideprodukten entwickelt. So wuchs der Export von Getreideerzeugnissen ohne Reisprodukte um 7,2% auf 948.000 Tonnen. Auch die Ausfuhren von Backwaren und anderen Zubereitungen aus Getreide legten zu, nämlich um 2,2% auf gut 1,46 Mio. Tonnen. Hingegen verringerten sich die Malzexporte um 2,6% auf 298.000 Tonnen, während die Importe an diesem Erzeugnis um 43,9% auf 136.000 Tonnen zulegten.

 

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