Kälber sollen sich möglichst rasch zu Kalbinnen und schließlich zu Kühen entwickeln. Je schneller dies gelingt, desto geringer sind die Aufzuchtkosten. Zudem werden Stallplätze schneller frei und können für neue Jungrinder genutzt werden. Gesunde Kälber wachsen durchschnittlich 1 kg pro Tag. Doch Krankheiten wie Husten und Durchfall gehören zu den größten Herausforderungen für die Kälbergesundheit. Aufzuchtkälber sollten früh ein Gewicht von 70 kg erreichen. So bleiben sie robust und vital. Hohe Zunahmen in den ersten Lebenswochen sind daher entscheidend. Dies stellt besondere Anforderungen an die Fütterung. Neben Vollmilch oder Milchaustauschern wird seit Jahrzehnten Kälberkraftfutter eingesetzt. Der Markt bietet eine große Auswahl an Futtermitteln. Alle sollen ein gesundes, schnelles Wachstum fördern.
Selbst mischen
Für Betriebe, die ihr Kälberkraftfutter selbst mischen, bieten Hersteller spezielle Kälberkonzentrate und Mineralfutter an. Diese ergänzen das hofeigene Getreide mit Eiweißkomponenten, Mineralstoffen, Vitaminen und Geschmackszusätzen. Das Ergebnis ist in der Regel ein mehliges Kälberfutter.
Demgegenüber werden Kälbermüslis als Premiumvariante gesehen. Das Müsli enthält Getreide- und Maisflocken. Diese werden mit Wasserdampf aufgequollen, gequetscht und getrocknet. In Kombination mit Eiweiß, Mineralstoffen und Vitaminen entsteht das Kälbermüsli. Zur Verfeinerung stehen zahlreiche Aromen und Öle zur Verfügung. Allerdings beeinflussen diese nur den Geruch – das Futter schmeckt trotz intensivem Kokos- oder Fruchtaroma nicht danach.
Lesen Sie weiters in diesem Beitrag:
- Was die Kälberfuttermittel können.
- Wie Sie Belüftungsheu in der Kälberfütterung einsetzen können.
- Ob Milchleistungfutter für Kälber geeignet ist.
- Nur Stroh und Kraftfutter für die Kälber?
- uvm.
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