Die marokkanische OCP-Gruppe will ihre Produktionskapazität für Phosphordünger bis 2028 um 9 Mio. t ausbauen. Das teilte die OCP-Tochtergesellschaft OCP Nutricrops mit, die weltweit zu den führenden Düngemittelherstellern zählt. Bereits 2026 soll die Hälfte des zusätzlichen Volumens auf den Markt kommen.
Ausbau an zwei zentralen Standorten
Das Unternehmen plant, den Ausbau an den Standorten Mzinda und Meskala umzusetzen. Dort sollen sowohl der Bergbau als auch die industrielle Weiterverarbeitung erweitert werden. Im Mittelpunkt steht die Herstellung von Triple Superphosphat (TSP) – einem wichtigen Dünger für die Pflanzenernährung. Mit der Maßnahme will OCP seine führende Rolle im globalen Markt festigen und der weltweit steigenden Nachfrage begegnen.
Marokko als globaler Schlüsselakteur
Marokko gilt als einer der wichtigsten Akteure auf dem internationalen Phosphatmarkt. Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe verfügt das Land – gemeinsam mit den umstrittenen Vorkommen in der besetzten Westsahara – über die weltweit größten Reserven. Die Schätzungen gehen von rund 50 Mrd. t Phosphatgestein aus. Zum Vergleich: China als zweitgrößter Vorratsstaat verfügt über etwa 3,2 Mrd. t.
Ob das Ganze den Phosphorpreis in unseren Breiten beeinflusst, bleibt abzuwarten.
Quelle: AgE
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