Schafe und ZiegenMaul- und Klauenseuche: Österreichische Soldaten im Einsatz

Maul- und Klauenseuche: Österreichische Soldaten im Einsatz

Hygienemaßnahmen müssen penibel eingehalten werden, um eine weitere Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche nach Österreich zu verhindern.
Quelle: Foto: Cagri Kilicci/shutterstock.com

Die Maul- und Klauenseuche ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die vor allem Paarhufer betrifft, darunter Rinder, Schweine, Ziegen, Schafe und Büffel. Laut AGES kann es vereinzelt zu einer Infektion des Menschen kommen, die jedoch in der Regel keine Erkrankung nach sich zieht.

„Die Alarmglocken läuten“


Für den Menschen stellt das Virus keine Gefahr dar, wie auch Agrarlandesrätin Simone Schmiedbauer (ÖVP) betonte: „Es ist entscheidend zu betonen, dass dieses Virus für Menschen ungefährlich ist – das ist die gute Nachricht. Dennoch handelt es sich um eine sehr ansteckende Krankheit, die Rinder, Schweine, Büffel, Ziegen, Schafe und andere Paarhufer betreffen kann. Auch Wildtiere wie Hirsche und Wildschweine können sich anstecken.“ Wie der ORF berichtet, sind seit Mittwoch 52 Soldaten des Österreichischen Bundesheers im Hilfseinsatz in der Slowakei, rund 40 Kilometer südlich der burgenländischen Grenze. Auch in der Steiermark wurden bereits entsprechende Maßnahmen getroffen, so Schmiedbauer: „Die Alarmglocken sind eindeutig. Wir beobachten die Lage sehr genau und arbeiten eng mit dem zuständigen Ministerium zusammen. Unsere Tierärztinnen und Tierärzte haben die Kontrollen verstärkt. Zudem arbeiten wir intensiv an der Rückverfolgung aller Schlachttierlieferungen aus den betroffenen Regionen.“ Des Weiteren wurden Landwirte und Tierhalter aufgefordert, die Hygienestandards strikt einzuhalten, erklärte die Landesrätin: „Wir haben bereits zusätzliche Schutzausrüstung für den Ernstfall besorgt. Der wichtigste Punkt ist jetzt, dass die Hygienemaßnahmen konsequent umgesetzt werden. Wir setzen alles daran, alle Beteiligten zu sensibilisieren.“

Handelsbeschränkungen drohen


In den betroffenen Betrieben müssen die slowakischen Veterinärbehörden nun alle Paarhufer töten. Ein weiteres Problem stellt die mögliche Einführung von strengen Handelsbeschränkungen dar, was, so Schmiedbauer, „natürlich katastrophal“ wäre. Zuletzt brach die Maul- und Klauenseuche in der Steiermark im Jahr 1981 aus.

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