AW: Scheibe oder Messer ?

AW: Scheibe oder Messer ?

#135131
Jens Reinhardt Teilnehmer

Hallo Sascha,
Wenn du im www nach Schwadmäher E303 suchst, findest du eine Maschine mit 65 PS und 5 m Schneidwerk (+Walzenaufbereiter).

Mein Mähwerk mit 3 Trommeln und 2meter10 Breite klappert auch gerade aus. Es wird durch ein 3 Meter Scheibenmähwerk ersetzt werden. Ohne Aufbereiter.

Beim Scheibenmähwerk liegt das Futter schon über die ganze Breite locker da. Es muß nicht zwischen den Trommeln durchgequetscht werden. Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen Trommel und Scheibe in der Art, wie das Futter nach dem mähen daliegt.

Bei einem Zinkenaufbereiter wird das Futter nur verkehrtrum locker hingelegt, er ist leichter und braucht weniger PS.

Ein Walzenaufbereiter verletzt die Pflanze, damit die Feuchtigkeit mehr Austrittsmöglichkeiten hat. Dort kann bei Schlechtwetter die Feuchtigkeit aber auch wieder hinein. Es wird berichtet, daß ein Walzenaufbereiter bei Schönem Wetter die Trocknungszeit verkürzt.

Balkenmäher ist eine andere “Ideologie”. Meist im Naturschutz, bei geringem Ertrag oder handgeführten Maschinen im Einsatz.

Ohne deine Flächen, Kulturen oder Erträge zu kennen, kann ich mir vorstellen, daß ein Balkenmäher bei kurzem Gras (2. oder 3. Schnitt) Probleme bekommen kann. Verstopfungsprobleme.

Also ich steige von Trommelmähwerk auf 3 m Scheibenmähwerk ohne Aufbereiter um.

Es gibt aber auch 3 m Front Scheibenmähwerk und du kannst im Heck einen 3 m Zetter mitnehmen und gleich breitstreuen. Dann ginge aber auch Trommelmähwerk.

(Am Ende brauchst du gar keinen Aufbereiter)

Es grüßt der Jens
Wissenswert: schon 1950 wurde auf dem Gebiet der UDSSR ein “Großflächenmäher” mit 10 m Arbeitsbreite gebaut. In Front ein 2 m Balken, zwischenachs beidseitig einer angebaut und hinten links und rechts je 2 m Messerbalken auf Fahrwerk angehängt. Diese Kombination würde heute (70 Jahre später) als “Schmetterlingsmähwerk” verkauft werden und wurde damals mit 25 PS angetrieben.

  • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monate, 2 Wochen von Jens Reinhardt.