Interview Alle Artikel: Interview Wissen Alle Artikel: Wissen
Nur mit Abo: „Finanzminister sind die eigentlichen Akteure“
Wie die Finanzierung der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik aussehen könnte und was die EU-Landwirtschaft dringend braucht, erklärt der EU-Parlamentarier und ehemalige italienische Landwirtschaftsminister Paolo De Castro im Interview.
De Castro: Zunächst sollten wir uns vergegenwärtigen, dass die nächste Reform der GAP erst nach 2020 ansteht. Höchstwahrscheinlich wird der finale Gesetzesvorschlag dem Europaparlament erst im Jahr 2021 oder 2022 vorliegen. Das ist also noch eine Weile hin.
Nichtsdestoweniger haben die Diskussionen zur Zukunft der GAP aber schon begonnen.
Da haben Sie recht. Die Kommission hat die Diskussion dazu eröffnet. Allerdings steht aktuell die Halbzeitbewertung der gegenwärtigen GAP, die sogenannte Omnibus-Verordnung, auf dem Programm. Die Ergebnisse daraus werden ganz entscheidend die Richtung für die nächste GAP-Reform vorgeben. Im Wesentlichen würde ich hier drei Punkte nennen: Vereinfachungen, Risikomanagement und Marktstützungsmaßnahmen in der Landwirtschaft.
Was ist Ihnen beim Agrarteil des Omnibuspakets besonders wichtig?
Wir müssen insbesondere das Risikomanagement für die Landwirtschaft ausbauen. Die Milchkrise hat gezeigt, dass die bisherigen Mittel nicht ausreichend sind.
Insbesondere müssen wir die starken Preisvolatilitäten besser in den Griff bekommen. Zudem müssen wir die Position des Landwirts in der Lebensmittelkette stärken. Dafür muss die Landwirtschaft, zum Beispiel bei der Gründung von Erzeugerorganisationen, eher außerhalb des Wettbewerbsrechts gestellt werden.
Zum Lesen dieses Artikels benötigen Sie ein Abo.
Bereits Abonnent? Hier einloggen!
LANDWIRT Digital Monatsabo 1. Monat um € 1,-- danach € 14,50 / Monat
Flexibel, monatlich kündbar und jederzeit verfügbar. Ohne Bindung – mit Qualität, die überzeugt.
- Jederzeit digital dabei – auf all Ihren Endgeräten
- Exklusiver Zugang zu allen Inhalten auf landwirt-media.com
- Nutzung der LANDWIRT KI
- und vieles mehr
Hier finden Sie weitere Print-Abonnements
Kontakt zum Autor
Mehr zu Agrarpolitik und Förderung

Agrarpolitik und Förderung
Nikolaus Berlakovich als COPA-Vizepräsident wiedergewählt

Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Ernte im Zeichen der Dürre

Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Kann Politik zu pragmatisch sein?

Agrarpolitik und Förderung
Moosbrugger warnt vor Einkommensminus 2026

Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Hans Meister: Mehr Gerechtigkeit statt Schönreden

Agrarpolitik und Förderung
Wie gerecht geht es in der Landwirtschaft zu?

Agrarpolitik und Förderung
Ö: Entwurf für nationalen Wiederherstellungsplan vorgelegt

Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Teurer Diesel – das neue Normal?

Getreidepreise
Herkunft drauf, Mehrpreis weg
Agrarpolitik und Förderung
Nur mit Abo: Nachgefragt bei Alpwirtschafts-Experte Fabian Höß

Wild und Jagd
Wolf in Vorarlberg erlegt

Agrarpolitik und Förderung
Mehr Landtierärzte? Da muss auch die eigene Kammer umdenken
Kommentare
Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte an.