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Für wen arbeitet die Untere Naturschutzbehörde?

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  • #126419
    Sabine Roth Teilnehmer

    Ich habe vor, ein kleines Grundstück (2000qm) privat zu kaufen. Es ist im Außenbereich. Im Grundbuch ist es als Acker ausgewiesen, aber wurde die letzten 40 Jahre als Weide genutzt. Nach Anruf bei der Unteren Naturschutzbehörde steht auch fest, dass es Grünland ist. Habe mich informiert, was ich darauf machen darf und was möglich ist. Für mich wäre es nur ein Ort, um am Wochenende mal hochzugehen und ein paar Stunden zuverweilen.

    Allerdings stehen auf diesem Grundstück auch eine uralte Hütte und Tannen um die Hütte herum. Es hieß, dass bei mir als Privatperson mich wahrscheinlich keiner wegen der Hütte anzeigen wird, aber die Tannen könnten ein Problem sein.

    Der Ansprechpartner der Unteren Naturschutzbehörde meinte, wenn sich der Kauf konkretisiert, kann er gerne sich das Grundstück mal mit mir anschauen und mich kostenlos beraten, da ich nun nichts falsch machen möchte.

    Nun: Ich möchte auch keine schlafenden Hunde wecken und alles so lassen, wie es ist. Ich habe da kein Interesse, dass mich jemand von der Unteren Naturschutzbehörde verpfeift, aber möchte auch alles richtig machen. Nun: Für wen arbeiten die eigentlich? Sind sie die ersten, die mich verpfeifen, wenn sie Wind davon bekommen oder unterstützen sie mich da?

    Nachdem ich die letzten Tage so viel darüber gelesen habe, was Acker, Grünland, Umbruchverbot, Verbote, noch mehr Verbote etc angeht, kann ich nur noch ironisch lachen.

    #126737
    Jens Reinhardt Teilnehmer

    Hallo Sabine,

    Die Untere Naturschutzbehörde überwacht die Einhaltung der erlassenen Gesetze zum Schutz der Umwelt.

    Laut Wikipedia: siehe Anhang

    Mit ihr hast du im Normalfall nichts zu tun.

    Wenn du die Hütte immer instand hälst, kannst du sie ohne Bedenken weiter nutzen, denn sie hat Bestandsschutz. Nur neu bauen darfst du nichts.

    Wenn sich abzeichnet, daß die Tannen krank sind und deren Standfestigkeit nachlässt, ist bei der Gemeinde ein Baumfällantrag zu stellen. In Sachsen sind alle Bäume außerhalb des Waldes von der Baumschutzsatzung geschützt.

    Wenn eine Gefährdung besteht, ist eine Fällung möglich.

    Die vielen Verbote betreffen meist nur Landwirte, die Fördermittel für ihre Flächen beantragen.

    Als Privatperson kannst du deine Wiese umackern und Kartoffeln anbauen, und keiner kann dir reinreden. (Außer im Überschwemmungs- oder im Naturschutzgebiet)

    Und Zaunbau ist im Außenbereich auch verboten.

    Aber ansonsten kannst du es dir in deiner Hütte gemütlich machen.

    Ich wünsche die viel Erfolg mit deinem Grundstückskauf.

     

     

     

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 3 Monate von Jens Reinhardt.
    #135216
    Sabine Roth Teilnehmer

    Hallo Jens,

    danke dir für deine Antwort! Das hat jetzt auch super geklappt mit dem Grundstück.

    Das heißt, bei Grünland als Privatperson kann ich anpflanzen, was ich möchte? Es ist nicht im Naturschutz- oder Überschwemmungsgebiet.

    #144690
    Jens Reinhardt Teilnehmer

    Hallo Sabine,

    Ich habe es so aufgefasst, daß all die Einschränkungen nur für Landwirte gelten, die Fördermittel beantragen.

    Du kannst ohne Bedenken dort Bäume und Sträucher Pflanzen, wie du möchtest. Wenn du schreibst, daß dort Tannen wachsen, kann es sein, daß der Obstbau klimatisch benachteiligt ist. Apfelbaum und Haselnuss müssten gehen, Kirsche auch. Ev. Pflaumen. Birnen oder Pfirsiche brauchen mehr Wärme. Brombeer, Himbeer, Johannis- und Stachelbeere auch. Schau dich in der Umgebung um, welche Arten dort schon wachsen. Es gibt von allen Arten auch Sorten, die in rauhen Klima wachsen.

    Halb- oder Hochstammbäume sind langlebiger als Niederstammbäume, lassen sich aber schwerer beernten.

    Wenn du blühende Bäume und Sträucher pflanztst, die im Sommer oder Herbst Früchte tragen, tust du der Insekten und generell der Tierwelt einen Gefallen.

    Auch ein kleines Gemüsebeet und Erdbeeren sind möglich.

    Aber tue es nicht großflächig umackern oder mit Weihnachtsbäumen oder sonstigen Koniferen (Hecke!) zupflanzen. Das bringt dir nur viel überflüssige Arbeit und nichts für die Tierwelt.

    Vielleicht für den Anfang einige Sträucher mit Naschfrüchten, eine Erdbeer-Wiese und 2 Apfel (ein Haferapfel und James Grive) + 1 Kirschbaum (Hedelfinger). Das läßt sich später jederzeit nach belieben erweitern.

    Viel Freude beim Pflanzen wünscht der Jens

     

     

    #144691
    Jens Reinhardt Teilnehmer

    Korrektur: ich meine, daß Brombeeren, Himbeeren, Johannis- und Stachelbeeren auch gehen (und nicht mehr Wärme benötigen).

    Das habe ich missverständlich ausgedrückt.

    Heidelbeeren schmecken auch gut.

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