AgrarpolitikLandwirtschaft zwischen Monarchie und Republik

Landwirtschaft zwischen Monarchie und Republik

Eine Analyse von Gerhard POSCHACHER

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs am 3. November 1918 war auch die ruhmreiche Geschichte der 600 Jahre alten Habsburger-Monarchie besiegelt. Die Bilanz mit mehr als zehn Millionen Toten, einem verwüsteten Europa, Hunger, Not und zerstörten Produktionsgrundlagen war verheerend. Im Jahr 1919 standen Wien nur 26 Millionen Liter Milch zur Verfügung, 1914 waren es noch 200 Millionen Liter gewesen. Die Böden waren wegen mangelnder Nährstoffzufuhr ausgelaugt und hatten nur eine geringe Ertragskraft, die Viehbestände wurden während der Kriegsjahre erheblich dezimiert.

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