
Das Milchaufkommen in den EU-27-Erzeugerländern ist im Dezember 2024, ähnlich wie im November, geringfügig zurückgegangen. Laut Angaben des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) und der vom Eurostat veröffentlichten Milcherzeugungsmengen lag das Gesamtaufkommen im Dezember bei 11,42 Milliarden Kilogramm – nur 0,1 % unter dem Wert des Vorjahresmonats.
Einfluss externer Faktoren
Unterschiedliche Entwicklungen waren zu verzeichnen. In Irland holte die Erzeugung zum Jahresende spürbar auf, während die polnischen Produzenten ihren expansiven Trend aus den Vormonaten fortsetzten. Bei den Top-3-Erzeugern – Deutschland, Frankreich und den Niederlanden – dominierten dagegen negative Vorzeichen. In Deutschland senkte die Blauzungenkrankheit das Aufkommen 2024 um 0,8 %, während die französischen Milchbauern rund 1,0 % mehr Milch lieferten. In den Niederlanden fiel das Milchaufkommen im Vergleich zu 2023 um 2,0 % am stärksten.
Gesamtmarktentwicklung
Der Abstand zu Polen, dem viertgrößten Milcherzeuger der EU, verringerte sich deutlich. Die polnischen Erzeuger steigerten ihre Anlieferung über das ganze Jahr 2024 um 3,6 % – der höchste Zuwachs unter den führenden europäischen Ländern. Auch Italien erholte sich mit einer 1,2 %igen Steigerung (außer im August und Dezember). Eurostat registrierte für Spanien ein identisches Plus. In Irland erreichte das letzte Quartal kräftige Zuwachsraten, wodurch der Rückstand auf Jahressicht auf minus 0,5 % korrigiert wurde. Insgesamt erfassten die EU-27-Mitgliedstaaten von Januar bis Dezember 2024 etwa 145,7 Mio. Tonnen Milch – rund 0,3 % mehr als im Vorjahr. Großbritannien wird in der Auswertung gesondert geführt. AgE
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