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Nur mit Abo: Abluftwäscher für Mastschweineställe
Geruchsund Ammoniakbelastungen stellen in Stallbauprojekten immer größere Probleme dar. Ein Versuchsstall an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein soll die Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit von Abluftreinigungsanlagen für österreichische Betriebsgrößen unter die Lupe nehmen.
Von Georg MAYRINGER, LANDWIRT Redakteur
„Das Projekt soll die Möglichkeiten und Grenzen von Abluftwäschern für heimische Schweinemastbetriebe beleuchten, und legt dabei auch einen besonderen Fokus auf Anschaffungsund Betriebskosten“, erklärt Eduard Zentner, Leiter der Abteilung Tierhaltungssysteme, Technik und Emissionen an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und Projektleiter des „Pilotprojektes und Versuchsstalles – Abluftwäscher für Mastschweineställe“. Die Nutztierhaltung steht schon seit einiger Zeit im Fokus, wenn es um Reduktionen von luftgetragenen Emissionen geht. Untersuchungen des Umweltbundesamtes zufolge stammen rund 95 Prozent der Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft. Eine Reduktion dieser Emissionen wird durch eine EU-Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe, kurz NEC-Richtlinie, gefordert. Die Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft können über unterschiedliche Maßnahmen reduziert werden. Zielführend sind beispielsweise eine eiweißangepasste Fütterung sowie die Verwendung von Futtermittelzusatzstoffen, die nachgewiesenermaßen zu einer geringeren Ammoniakfreisetzung führen. Eine weitere Möglichkeit, um Ammoniakemissionen zu reduzieren, ist die Verwendung von Abluftreinigungstechnologien. Diese Technologien kommen in deut-schen Betrieben mittlerweile vermehrt zum Einsatz. In Österreich sind sie noch kaum im Einsatz. Bevor jedoch ein breiterer Einsatz derartiger Anlagen in der heimischen Landwirtschaft erfolgt, sollen laut Projektbeschreibung am Markt befindliche Technologien auf die Praxistauglichkeit für die österreichische Betriebsstruktur untersucht werden. Eignen sich die untersuchten Anlagen zur Nachrüstung bei bestehenden Stallungen? Mit welchem Abscheidegrad für Ammoniak und Geruch ist zu rechnen? Bis zu welchen minimalen Abteilgrößen ist ein Einsatz sinnvoll? Wie hoch sind die Investitionskosten und die laufenden Kosten für den Betrieb und Serviceaufwand der untersuchten Technologien? Die Klärung dieser Fragen soll im Rahmen des „Pilotprojekt Versuchsstall: Abluftwäscher für Mastschweineställe“ erfolgen.
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