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Den Boden nur flach abhobeln

Von Konrad STEINERT

Gerade bei konservierender Bodenbearbeitung und Direktsaat sind wir bisher darauf angewiesen, mit Herbiziden vor der Saat „reinen Tisch“ zu machen. Vor einigen Jahren wurde dafür der Begriff „Chemisches Pflügen“ geprägt. Der Einsatz von Totalherbiziden ist jedoch zunehmend in die Diskussion gekommen, gerade aktuell wird die Glyphosat-Zulassung wieder heftig debattiert. Als Landwirte werden wir uns darauf einstellen müssen, dass es in Zukunft wahrscheinlich noch weitere Anwendungsbestimmungen für Glyphosat geben wird. Die meisten Praktiker haben das Problem bereits erkannt und arbeiten an Lösungen, um den Glyphosateinsatz zu reduzieren. Dafür gibt es viele Ansatzpunkte, wie etwa den Einsatz geeigneter Additive, die richtige Einstellung des pH-Werts der Spritzbrühe sowie die teilflächenbezogene oder sensorgestützte Anwendung von Herbiziden. An erster Stelle steht jedoch die Bodenbearbeitung als wichtigste Maßnahme der mechanischen Unkrautbekämpfung. Allerdings muss bei der mechanischen Unkrautbekämpfung ein hoher Wirkungsgrad erreicht werden, denn sonst sind viele Probleme vorprogrammiert: erhöhter Aufwand an selektiven Herbiziden, Wachstumsdepressionen und Ertragsverluste bei den Kulturpflanzen, Fortbestehen der „Grünen Brücke“ (Übertragung von Krankheitserregern), massives Auftreten von Durchwuchs und nicht zuletzt auch eine Entwicklung von Herbizidresistenzen.

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