LandkalenderLandkalender 2019: Die Wurmkiste

Landkalender 2019: Die Wurmkiste

Die Würmer sorgen dafür, dass aus dem Biomüll Kompost wird. (Fotos: Böck)

Weite Wege zum Komposthaufen. Biomüllsäcke, die nach kurzer Zeit stinken und unerwünschtes Ungeziefer anlocken. Das muss nicht sein, wenn Sie Ihre Türen 2.000 neuen Mitbewohnern öffnen – den Kompostwürmern oder ganz korrekt Eisenia foetida genannt. Diese kompostieren Ihre biologischen Hausabfälle direkt in der Wohnung und machen daraus wertvollen Dünger. Der liefert Nährstoffe für Gemüsegarten oder Topfpflanzen. Dazu braucht es nur eine Handvoll Würmer, ein wenig Fingerspitzengefühl und eine Holzkiste – die Wurmkiste.

So funktioniert es 
Eine Standard-Wurmkiste fasst in etwa 2.000 Würmer. Diese können täglich gut ein halbes Kilo Biomüll vertilgen. Das entspricht etwa dem, was in einem dreiköpfigen Haushalt jeden Tag anfällt. Dabei können die Würmer den Abfall umso schneller zersetzen, je kleiner das Material ist. Daher sollten gröbere Abfälle – wie ganze Bananenschalen – vorher zerkleinert werden. Genau genommen frisst nicht der Wurm selbst die Abfälle. Spezielle Bakterien, die sich rasend schnell vermehren, zersetzen das Material und dienen dem Wurm als Nahrung. Daher gilt: je kleiner der Müll, desto mehr Bakterien, desto mehr Würmer und desto mehr Abfall kann in Kompost umgewandelt werden. In einem Jahr können auf diese Weise knapp 200 Kilogramm Biomüll zu 20 Kilogramm Wurmkompost werden. Bei ausreichend Nahrung vermehren sich die Würmer rasend schnell.

David Witzeneder hat die Wurmkiste erfunden.
David Witzeneder hat die Wurmkiste erfunden.
Was ihr wollt 

Der junge Unternehmer bietet seine Kiste in unterschiedlichen Größen und verschiedensten Ausführungen an. Beim Holz können Sie zwischen Fichte und Lärche wählen. Die Kiste aus Fichtenholz ist günstiger, die aus Lärche ist robuster und riecht besser. Beim Deckel kann man zwischen einer einfachen Variante aus Holz und einem Polsterbezug wählen.