BioBio-Rind„Wir wollen möglichst viel Rohmilch direkt verkaufen“

„Wir wollen möglichst viel Rohmilch direkt verkaufen“

Bio-Heumilch, Osttirol, Rohmilch
Von April bis Oktober grasen die Kühe auf Koppelweiden.
Quelle: Auinger

Über dem Osttiroler Bergdorf Gaimberg hängen Gewitterwolken. Die Luft ist schwül. Es riecht nach Bergkräutern und Regen. Matthias und Hermine Hauser gehen einen schmalen Weg entlang. Links neben ihnen fällt das Gelände steil ab, rechts geht es steil nach oben. Der Pfad windet sich durch einen Nadelwald und verbindet ihren Bergbauernhof mit einer Weide. Matthias Hauser erklärt: „Unsere Kühe grasen von April bis Oktober auf Koppelweiden.“

Das war nicht immer so. 2016 stellte das junge Paar den Betrieb auf Bio-Heumilch um. Deshalb gehen die Kühe nun, wann immer es die Witterung zulässt, auf die Weide. „Zum Glück liegen sechs Hektar unserer Wiesen direkt um den Hof. So schaffen wir die vorgeschriebenen Weidetage“, erklärt der 31-Jährige in breitem Kärntner Dialekt. „Hermine stammt von diesem Hof. Ich bin zugezogen, wie man hört. Früher war ich landwirtschaftlicher Verwalter an einer Fachschule“, schildert Hauser.

Den Stall musste Familie Hauser für die Umstellung auf Bio nicht umbauen. Hauser sagt: „Mein Schwiegervater war zum Glück weitsichtig und baute bereits im Jahr 2000 einen Laufstall, der auch heute noch den Bio-Anforderungen entspricht.“ Nur einen befestigten, ganzjährig zugänglichen Auslauf mit fünf zusätzlichen Liegeboxen mussten sie für die Kühe errichten.

Nachzucht zukaufen

Da aber auch für das Jungvieh Auslauf- und Weideflächen vorgeschrieben sind, ziehen die Hausers seit 2016 keine Nachzucht mehr auf. „Wir belegen alle Kühe mit Fleischrassen und kaufen Erstlingskühe zu, wenn wir welche brauchen“, schildert der Landwirt.

Was die Reportage noch bereithält:

  • Warum die Milch von Hausers Kühe nicht mehr über das Projekt „ZzU“ vermarktet wird.
  • Welche Vertriebswege die Familie für ihre Rohmilch nutzt.
  • Wie viel der neue Milchautomat gekostet hat.
  • uvm.