AgrarpolitikBio-Institutsgebäude in Raumberg-Gumpenstein eröffnet

Bio-Institutsgebäude in Raumberg-Gumpenstein eröffnet

Bio Institut Raumberg Gumpenstein Moarhof
Das neue Bio-Institutsgebäude trägt den “KlimaAktiv”-Goldstatus.
Quelle: HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Mehr als 900 Gäste fanden sich am 17. September zum internationalen Grünland- und Viehwirtschaftstag am “Moarhof” in Trautenfels ein. Eigentlicher Anlass für die Veranstaltung war aber die lang ersehnte Eröffnung des neu errichteten Bio-Institutsgebäudes. Dieser Neubau stellt den Ersatz einer 2005 errichteten Containeranlage dar, die man bis dato als Bürogebäude genutzt hatte. Auf einer Grundfläche von 500 m2 errichtete man nun in 14-monatiger Bauzeit einen zweigeschossigen Bau u.a. mit Räumlichkeiten für Büros, einen Seminarraum sowie Umkleide- und Aufenthaltsräume für Schüler. Die Errichtungskosten belaufen sich auf 3,5 Mio. Euro netto.

“Große Herausforderungen” für Bio-Landwirtschaft

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste begrüßte Direktor Johann Gasteiner als Höhepunkt des Festaktes Bundesministerin Elisabeth Köstinger. Diese hob in der Eröffnungsrede die Bedeutung des Bio-Landbaues für Österreich hervor: „In der biologischen Landwirtschaft warten große Herausforderungen auf uns. Erstmals hat der Bio-Absatz in Österreich die magische Hürde von 10 Prozent erreicht.” Auf der anderen Seite, so die Ministerin, würden die Einkommen aber auch in der biologischen Landwirtschaft stagnieren. Darum gab sie sich kämpferisch: “Wir sind Bio-Europameister und das wollen wir auch bleiben.” Dies soll u.a. gelingen, indem man derzeit die “Zukunftsstrategie Bio-Landwirtschaft 2030“ erarbeite.

Um das gesteckte Ziel zu erreichen, sei freilich auch die Forschungseinrichtung in Raumberg-Gumpenstein ein tragender Baustein. Daher sei Köstinger überzeugt, dass man die Bio-Landwirtschaft in Österreich mithilfe “unserer Forschungseinrichtung” in eine sichere Zukunft führen werde. ” Wir werden gemeinsam die Bio-Erfolgsgeschichte in Österreich weiterschreiben”, so Köstinger.

Bio-Institutsgebäude erhält Klima-Auszeichnung

Insgesamt stehen Forschenden, Lehrenden und Schülern 1000 m2 Nettofläche zur Verfügung. Neben den Büros und Seminarräumen beherbergt das neue Bio-Institutsgebäude auch Räume für den Praxisunterricht und Personal sowie diverse Nebenräume. Bauherr ist übrigens die Bundesversuchswirtschaften GmbH, die auch eine Photovoltaikanlage mit 30-Kilowatt-Peak errichten ließ.

Im gesamten Bauprozess setzte man erstmals im Landwirtschaftsministerium vollständig auf Digitalisierung durch SMART-Building und Bauwerksdatenmodellierung. Dazu wählte man bewusst eine moderne Architektur sowie nachhaltige Materialien wie beispielsweise Lärchenholz als Außenfassade. Nicht zuletzt ist das gesamte Gebäude mit Ausnahme der erdberührten Räume in konstruktiver Holzbauweise ausgeführt. Dies und der Umstand, dass die südseitigen Fenster als Photovoltaikelemente und die anfallenden Fachdachelemente begrünt ausgeführt sind, verleiht dem Gebäude den “KlimaAktiv”-Goldstatus. In dem mess- und vergleichbaren Gebäudestandard erreicht man nachhaltige 970 von 1000 Wertungspunkten.

Kommentare