AckerbauBodenBiodiversität als Lösung

Biodiversität als Lösung

Der Pflanzenbestand wird in Zukunft eine andere Zusammensetzung haben als wir es heute gewohnt sind.
Quelle: Bohner

Je artenreicher ein Pflanzenbestand ist, umso resistenter ist er gegen Trockenheit. Der Grund liegt darin, dass der Rückgang von Pflanzen, die gegen Trockenheit empfindlich sind, durch bereits vorhandene trockenheitstolerante Arten ausgeglichen wird. Außerdem wird der verfügbare Stickstoff- und Wasservorrat im Boden bei höherer Pflanzenartenvielfalt besser genutzt. Eine erhöhte Vielfalt an Pflanzenarten stellt somit eine Art Versicherung im Hinblick auf Ertrag dar. Grundvoraussetzung hierfür ist eine Verminderung der Nutzungsintensität, denn eine hohe Nutzungsintensität braucht viel Wasser.

Stickstoff aus Leguminosen

Generell lässt sich das Gräserwachstum mittels Stickstoffdüngung fördern. Dadurch sinkt das Risiko für trockenheitsbedingte Ertragseinbußen. Eine standort- und nutzungsangepasste Stickstoffdüngung ist somit eine wichtige Anpassungsmaßnahme an Dürre im Intensivgrünland. Steigt der Anteil an Leguminosen, beispielsweise durch Nachsaat, kann die Stickstoffernährung der Futtergräser ebenfalls verbessert werden. Denn beim Abbau der stickstoffreichen Leguminosenwurzeln und durch Wurzelexudation wird mineralischer Stickstoff freigesetzt. Trockenheitstolerante Leguminosen im Dauergrünland sind Feld-Klee, Hopfenklee, Rotklee, Wiesen-Esparsette und Wiesen-Hornklee. Vor allem Rotklee wird künftig im mäßig intensiv genutzten Dauergrünland für die Ertragssicherheit eine große Bedeutung erlangen. Relativ trockenheitsempfindlich ist der Weißklee, insbesondere bei hoher Nutzungsintensität.

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