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Der Goldschakal breitet sich in Mitteleuropa zunehmend aus. Obwohl von Nutztierhaltern weniger gefürchtet als der Wolf, macht er in Österreich jetzt mit Schafrissen auf sich aufmerksam.
Während die Rückkehr des Wolfes in aller Munde ist, haben nur wenige von einem weiteren Zuwanderer wirklich Notiz genommen: Dem Goldschakal, der als kleiner Bruder des Wolfs gilt und dem Fuchs zum Verwechseln ähnlich sieht. Doch mittlerweile ist er in ganz Europa auf dem Vormarsch. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Goldschakals (Canis aureus) reicht von Nordafrika über Asien bis nach Zentral-, Ost- und Südeuropa. Einer genetischen Studie aus 2015 zufolge ist der afrikanische Goldschakal mit dem Wolf jedoch näher verwandt als der europäische. Deshalb wird der afrikanische Goldschakal seither auch als separate Art, als „afrikanischer goldener Wolf“ (Canis anthus) bezeichnet. Die Theorien, warum sich Goldschakale in Europa über ihr natürliches Territorium im Südosten hinaus ausbreiten, sind vielfältig. Ursächlich dafür könnten etwa veränderte klimatische Bedingungen oder die Suche nach leichter zugänglicher Nahrung sein. Auch von der jahrzehntelangen Abwesenheit des Wolfes in Europa hat der Goldschakal unter Umständen profitiert. Wie viele Tiere in Europa
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