SchweinAfrikanische SchweinepestDeutschland verunsichert Schweinemarkt Ende April

Deutschland verunsichert Schweinemarkt Ende April

Hier lesen Sie, wie sich der Schweinemarkt in der EU und in Österreich entwickelt.
Quelle: Mark Agnor/shutterstock.com

Das ASP-bedingt fehlende Absatzventil nach Asien in Belgien und Deutschland verursacht eine nationale Drucksituation in beiden exportorientierten Ländern. Besonders nach Ostern begann der Warenstrom in Deutschland zu stocken. Grillunfreundliches Wetter und die allgemeine kritische Corona-Entwicklung tragen zur problematischen Gemengelage bei. Vor diesem Hintergrund konnte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften die einhellige 10 Cent-Rücknahmeforderung der drei stärksten Abnehmer nur geringfügig auf -8 Cent abschwächen. Gleichzeitig notieren Länder wie Spanien, Frankreich oder Dänemark stabil bis leicht aufwärts.

Deutsche Entwicklung stört österreichischen Schweinemarkt

In Österreich liegen Angebot und Nachfrage wie schon in den vergangenen Wochen gleich auf. Der Absatz schlachtreifer Schweine funktioniert im gewünschten Zeitplan. Das Inlandsgeschäft bei Frischfleisch schwächelt zwar, das zumindest mengenmäßig florierende Exportgeschäft nach China federt dieses Manko aber gut ab. So gesehen war es lediglich die deutsche Entwicklung, die an der Ö-Börse eine heftige Preisdiskussion ausgelöst hat. Während einige Abnehmer eine vollumfängliche Rücknahme wie in Deutschland mit dem Argument der bereits bestehenden Preisdifferenz gefordert hatten, konnte letztendlich die Angebotsseite mit Berufung auf den ausgewogenen Lebendmarkt einen Kompromiss von -4 Cent erzielen.

Aktuelle Mastschweinenotierungen für Österreich

Woche vom 22.4. bis 28.4.2021

  • Mastschweine-Basispreis: 1,48 Euro (-0,04)
  • Zuchten-Basispreis: 1,11 Euro (-0,03)

 

Quelle: Ö-Börse