AckerbauDüngungGülle mit Rohren ins Gelände schicken

Gülle mit Rohren ins Gelände schicken

Von Thomas PRÜNSTER, Beratungsring Berglandwirtschaft Bozen (I)

Die Ausbringung von Gülle erfolgt meistens mit einem Güllefass oder einer Gülleverschlauchung. Ein wesentlicher Nachteil dieser Ausbringungstechniken ist unter anderem, dass die Befahrbarkeit der Flächen berücksichtigt werden muss. Gerade im Frühjahr nach der Schneeschmelze sind die Flächen im Berggebiet zu feucht und zu rutschig. Zusätzlich wird, aufgrund der in den Wintermonaten anfallenden Güllemenge, im Frühjahr oft zu viel und unzureichend mit Wasser verdünnte Gülle ausgebracht. Der Verdünnungsgrad der Gülle ist aber ein wesentlicher Faktor, um Stickstoffverluste zu reduzieren und folglich Erträge zu steigern. Der Stickstoff der Gülle ist als Ammoniumcarbonat gebunden und instabil, wodurch er je nach pH-Wert und Temperatur bei der Ausbringung zu Ammoniak, Kohlendioxid und Wasser zerfällt. Der Zusatz von Wasser bindet das Ammoniak und wirkt diesem Zerfall entgegen. In Steillagen ist zudem die Verteilgenauigkeit eingeschränkt.

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