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Hausmittel für die Erkältungszeit

Quelle: shutterstock.com/Rido

Im Herbst und in der kalten Jahreszeit ist unser Körper intensiv mit der Anpassung an die veränderte Witterung beschäftigt. Die Regulierung des Wärmehaushalts fordert viel Energie, unser Körper produziert aufgrund des geringeren Sonnenlichtes weniger Vitamin D und die Heizungsluft trocknet unsere Schleimhäute aus. Es ist also kein Wunder, dass in dieser Zeit auch Erkältungen weit verbreitet sind. Neben Wärme, ausreichend Ruhe und Schlaf, Bewegung, frischer Luft und dem Schutz der Schleimhäute (z.B. durch eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, Befeuchtung der Raumluft, evtl. Ölziehen) können uns auch Pflanzen gut durch die Erkältungszeit begleiten.

Immunsystemstärkend und Erkältungen vorbeugend wirken Pflanzen mit viel Vitamin C, wie etwa Hagebutte, Sanddorn, Vogelmiere oder Kapuzinerkresse. Antibakterielle und somit keimhemmende Wirkung entfalten unter anderem Kapuzinerkresse, Purpur-Sonnenhut (Echinacea), Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Baumharz. Nachstehend finden Sie Rezepte für heilsame Hausmittel gegen Husten, Schnupfen und lästiges Kratzen im Hals.

Hagebutte

Die Hagebutte begleitet uns mit ihrem Vitamin C durch die Erkältungszeit. Sie enthält 500 mg Vitamin C pro 100 g Frucht (im Vergleich die Zitrone: 50 mg Vitamin C pro 100 g Frucht). Sie wirkt immunsystemstärkend, lindert Erkältungen und Abgeschlagenheit. Bei der Verarbeitung müssen wir darauf achten, die Kerne zu entfernen. Diese enthalten feine Härchen, die Haut und Schleimhaut reizen. Entweder werden die Kerne aus den halbierten Hagebutten gekratzt oder mittels Flotter Lotte entfernt, viel einfacher ist die Zubereitung mit einem Teefilter aus Papier. Bei der Verwendung von Essig werden außerdem die Härchen abgebaut.

Sobald die Hagebutte ihre rote Farbe hat, kann sie bereits für Tee, Essig, Oxymel, alkoholische Tinktur oder Ölauszüge gesammelt und verarbeitet werden. Nur für Marmelade oder Mus müssen wir auf den ersten Frost warten – oder die Früchte tiefkühlen –, dann wird das Fruchtfleisch weich.  Schon Essig und Honig pur wirken besonders gut antibakteriell und entzündungshemmend. Die Mischung daraus ist Oxymel, ein sogenannter Sauerhonig. Oxymel ist ein altbewährtes Nahrungs- (etwa für Salatmarinaden oder Sirup), Extraktions- (z.B. für immunsystemstärkende Pflanzen) und Hausmittel. Oxymel wirkt vitalisierend, stärkend, immunsystemstärkend, entzündungshemmend, fiebersenkend, hustenlindernd, antioxidativ und isotonisch.

Hagebutten-Oxymel

    1. 3 Teile Honig und 1 Teil Essig (z.B.: 300 ml Honig und 100 ml Essig) gut verrühren.
    2. Hagebutten klein schneiden. Menge: etwa ¼ der Oxymel-Menge.
    3. Oxymel und Hagebutten vermengen und gut mixen.
    4. Eventuell noch 1–7 Tage ziehen lassen.
    5. Gut durch ein feines Sieb oder einen Teefilter abseihen, um die Härchen zu entfernen.

Gesucht: Die besten Hausmittel für Mensch und Tier

Arnikatinktur bei Verstauchungen, Ringelblumensalbe für Wunden und Kamillentee bei Erkältungen sind beliebte Hausmittel für Unwohlsein und kleine Wehwehchen bei Mensch und Tier. Neben selbst gesammelten Kräutern und daraus hergestellten Heilmitteln schwören viele auch auf Homöopathie, Bachblüten, Mineralsalze und ätherische Öle.

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Kapuzinerkresse-Essig

Wie die Hagebutte, beinhaltet auch die Kapuzinerkresse besonders viel Vitamin C. Die farbenfrohen Blüten und scharf schmeckenden Blätter wirken außerdem antibakteriell und keimhemmend. Sie eignet sich besonders gut für einen Essigauszug.

  1. Blüten (und Blätter) etwas zerkleinern und ein großes Glas zu etwa ¼ damit füllen.
  2. Mit Essig aufgießen.
  3. Mehrere Wochen (1–4 Wochen) ziehen lassen und dann abseihen.

Empfehlung: 1 Teelöffel verdünnt mit Wasser vorbeugend einmal täglich, bei Erkältung mehrmals täglich.

Was der Artikel noch bereithält:

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