AckerbauDüngungMit Raps wieder Geld verdienen

Mit Raps wieder Geld verdienen

Es muss nicht immer Vollgas sein. Wer mit den Betriebsmitteln gut haushaltet, bekommt höhere Deckungsbeiträge.
Quelle: Agrarfoto

Über die Wirtschaftlichkeit des Rapsanbaues bestimmen die Faktoren Verkaufspreis, Ertrag und die Produktionskosten. Für die Preisbildung ist der Ölsaatenmarkt in Europa und im globalen Umfeld ausschlaggebend.

 

Rückläufiger Rapsmarkt in Europa

Die Rapsproduktion in der EU ist seit Jahren rückläufig und hat seit 2015 um etwa 20 % abgenommen. Der Verbrauch ist im selben Zeitraum aber deutlich weniger gesunken, wodurch die Versorgungslücke auf mittlerweile 6–7 Mio. t angewachsen ist. Man könnte meinen, dass dadurch ein viel besserer Preis möglich sein müsste. Die fehlende Menge wird jedoch gut durch Importe – hauptsächlich aus der Ukraine, Australien und Kanada – abgedeckt. Nur wenn auch in diesen Ländern die Produktion sinkt und/oder weniger exportiert werden kann, sind höhere Rapspreise möglich. Eben diese Situation ist in diesem Frühjahr eingetreten und die Börsennotierungen für die Ernte 2020 sind deutlich bis auf über 600 Euro/t angestiegen. Der Grund: Die Ölsaaten verarbeitende Industrie hatte Sorge, bis zur neuen Ernte zu wenig Ware zu haben. Im Sog dieser Entwicklung stiegen dann auch die Notierungen für die Ernte 2021 an und erreichten Werte von weit über 500 Euro/t.

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