RindRinderhaltungRinderfütterungProtein aus dem Grünland steigern

Protein aus dem Grünland steigern

Von Univ. Doz. Dr. Karl BUCHGRABER, LFZ Raumberg-Gumpenstein

Die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmittel steigt. Einerseits kann dieser Bedarf für die menschliche Ernährung direkt von Ackerkulturen (Getreide, Reis, Mais, Kartoffel, Soja etc.) oder von Fleisch und Milch/Milchprodukten über die Veredelung von Futterbiomasse gedeckt werden. Die Raufutter verzehrenden Tiere könnten bis zu einer bestimmten Leistungsgrenze vom Grünland alleine leben, erst bei höheren Milchund Fleischleistungen müssen konzentrierte Futtermittel eingesetzt werden. Schweine und Geflügel werden aufgrund ihres Verdauungssystems großteils mit Kraftfutter zur Fleischund Eierleistung gebracht. Wenn Lebens-/Nahrungsmittel für die Versorgung der Bevölkerung knapp werden, so wird es besonders eng mit der Proteinversorgung. Die proteinhältigen Nahrungs-/Futtermittel werden dann teurer und für den tierischen Einsatz kostspielig. Grünlandfutter enthält viel Rohprotein, welches von den Tieren (Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde, Wild etc.) bestens zu Fleisch und Milch umgesetzt wird. Der notwendige Stickstoff zur Proteinsynthese in der Pflanze kommt in den Grünlandbetrieben aus der Kreislaufwirtschaft (Boden – Pflanze – Tier – Bauer) und von einem stickstoffbindenden Kleeanteil im Pflanzenbestand. Nutzen diese Tiere das Grünland auch in den extensiven Lagen, so liefern sie qualitative Lebensmittel und erhalten die notwendige Kulturlandschaft als Basis für den ländlichen Raum.

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