RindRinderhaltungGülle als Einstreu

Gülle als Einstreu

Die Technik zur Trennung von Feststoffen aus Flüssigkeiten ist nicht neu. Im industriellen und kommunalen Bereich haben sich die verschiedenen Technologien bewährt. Der Einsatz von Separatortechnik in der Landwirtschaft erlebt zurzeit einen Boom.

Kosten für Einstreu gestiegen

Verschiedene Auslöser haben zu dieser Entwicklung geführt. Das bisher bekannteste Einstreumaterial für Liegeflächen ist Stroh, gefolgt von Sägemehl. Beide Materialien hat die Industrie als interessanten Wertstoff erkannt. Sägemehl ist in Holzpellets ein willkommener Energielieferant, Stroh als Dämmund Werkstoff im Wohnungsbau ein naturnahes Produkt und recyclingfähig. Die Kosten für Einstreumaterialien sind daher in den letzten Jahren überproportional gestiegen. Aufbereitetes Stroh wie auch behandeltes Sägemehl kosten bis zu 0,30 Euro/kg.

Aus Kostengründen ist der Einsatz von Güllefeststoffen als Einstreumaterial also überlegenswert. Der Grundstoff Gülle ist vorhanden. Die Technik für die Einstreu von Sägemehl oder Stroh gibt’s oftmals ebenfalls am Betrieb. Der separierte Güllefeststoff setzt häufig keine neue oder besondere Technik zum Einstreuen voraus. Die Ansprüche des Tieres an die Einstreu bzw. Beschaffenheit einer Liegefläche sind aus vielfältigen wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt: Trocken, weich, trittsicher, eben, verformbar, und hygroskopisch sollte sie sein. Für die Einstreu haben sich bisher TM-Gehalte von 30 % und mehr bewährt.

Kommentare