BioBio-GeflügelPustertaler Sprinzen? Nur mit Hörnern!

Pustertaler Sprinzen? Nur mit Hörnern!

Kuh auf der Alm
Quelle: Monika Reisinger

Wenn Monika Reisinger den Kuhstall, in dem ihre Pustertaler Sprinzen stehen, betritt, dann leuchten ihre Augen: „Unsere Tiere bestimmen unseren Tagesablauf mit. Wenn eine Geburt ansteht, dann lasse ich alles stehen und liegen.“ Die Geschichte des Biohofs Fuchs geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. 2007 haben Monika und Hermann Reisinger den Hof von Hermanns Eltern gepachtet. 2014 haben sie ihn komplett übernommen und ein Jahr später auf bio umgestellt. Die Reisingers bewirtschaften 21 Hektar Grünland und acht Hektar Wald. Während Hermann Reisinger Vollzeit arbeiten geht, kümmert sich seine Frau Monika mit ihrem Schwiegervater morgens um den Stall. Tochter Nicole (19 Jahre) versorgt die drei Ziegen und den Hasen, wenn ihr Beruf es zulässt. Bei der Heuernte helfen die Schwiegermutter und Sohn Robert (15 Jahre) mit.

Verschiedene Rassen im Stall

Früher standen im Stall von Familie Reisinger nur Fleckviehkühe: „Wir hatten Probleme mit dem Euter, die Tiere hatten zu große Euter und zu viel Milch, weshalb die Kälber nicht gerne saugten und es zu Euterentzündungen kam. Außerdem waren die Kühe für unsere steile Weide irgendwann zu schwer, und auch mit den Klauen gab es ständig Probleme.“ Als dann auch noch die Mutterkuhprämie wegfiel, begannen die Reisingers, sich anderwärtig umzuschauen. So zogen 2016 die ersten drei Pustertaler Sprinzen ein. Auch der Stall hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und kombiniert verschiedene Systeme: Tretmist, Tieflauf und Spaltenboden. Heute stehen insgesamt 35 Tiere in ihrem Stall. Monika und Hermann Reisinger haben noch vier Fleckviehkühe, die sie mit verschiedenen Rassen wie Murbodner oder Weißblaue Belgier kreuzen, aber auch zwei reine Murbodner- Mutterkühe. Mittlerweile sind elf Pustertaler Sprinzen- Mutterkühe im Tierbestand, davon sind vier Nachzuchtkalbinnen. Die restlichen Tiere stammen aus der Nachzucht.

Reisingers im Stall
Familie Reisinger züchtet seit 2016 Pustertaler Sprinzen. Mittlerweile stehen elf Mutterkühe dieser Rasse im Stall.
Quelle: Honetz

Was dieser Artikel noch bereithält:

  • Entwicklung der Zucht
  • Pustertaler brauchen Hörner
  • Fleisch wird über ALMO vermarktet
  • Keine Bio-Preise mehr
  • Hochgefährdete Nutztierrasse
  • Förderungen für Pustertaler Sprinzen

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