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Nur mit Abo: Stierkälber mit Stroh aufziehen
Rund 80 oberösterreichische Mitglieder im Arbeitskreis Rindermast füttern ihren Stierkälbern Kälberstroh statt Heu. Die TMR wird auf Basis von entstaubtem, gehäckseltem Gerstenstroh gemischt.
Von Susanne GRADINGER
Stroh als Fütterungskomponente bietet im Vergleich zu Heu einige Vorteile. Aufgrund seines hohen Strukturwertes wirkt es im Pansen verdauungsfördernd. Es regt zur verstärkten Pansenmotorik an. Eine kurze Häcksellänge des Kälberstrohs verhindert das Selektieren im Futterbarren und bewirkt dadurch auch eine bessere Einspeichelung, wodurch die Gefahr der Übersäuerung minimiert wird. Das gehäckselte Stroh bleibt besser im Maul kleben und das Kalb nimmt somit eine optimale Menge an Rohfaser auf. Dadurch wird die Ausbildung einer guten Pansenund Darmmuskulatur gefördert und wirkt dem Verkleben der Pansenzotten entgegen. Die im Stroh enthaltene Zellulose ist der wichtigste Inhaltsstoff. Mithilfe der Mikroorganismen im Pansen wird diese enzymatisch in leicht verdauliche Glukose aufgespalten. Verdauliche Zellulose hat mit rund 5,8 ME MJ/kg TM den gleichen Energiewert wie verdauliche Stärke (Tab. 1).
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