RindRinderzuchtFleckviehGleiches Recht für alle

Gleiches Recht für alle

Von Karin Ch. TAFERNER, LANDWIRT Redakteurin

Auf einer Weide in Baden-Württemberg liegt wiederkauend ein braun-weiß-gefleckter Jungbulle. Um ihn herum dösen Fleckviehkühe mit halb geschlossenen Augen. Landwirt Ernst Hermann Maier geht langsam auf den Bullen zu. Die 250-köpfige Herde kennt ihn und bleibt entspannt. Ein paar Kälber folgen ihm neugierig. In der Hand hält er ein Gewehr mit Schalldämpfer. Er nähert sich dem liegenden Bullen, spricht leise zu ihm und bringt das Gewehr vor seiner Stirn in Position. Die Herde ist ruhig. Auch nach dem kurzen „Puk“. Sie zucken beim unbekannten Geräusch mit den Muskeln, doch keines der Rinder bewegt sich. Nur der Jungbulle überstreckt nach der Kugelschussbetäubung seinen Kopf und sinkt zur Seite. Es scheint als nähmen die anderen Rinder davon keine Notiz. Der Bulle ist noch nicht tot. Aber sein Schmerzempfinden ist ausgeschaltet. Seine Augen zeigen keine Reflexe mehr. An den Beinen wird er in die Mobile Schlachtbox gehoben, und nach einem gezielten Stich in die Brust blutet er aus.

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