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Global Dairy Trade Index steigt weiter

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Quelle: PHILIPPE MONTIGNY/shutterstock.com

Bei der zweiten Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) in diesem Jahr erhöhte sich der Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Milchprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, gegenüber dem vorherigen Event um 4,8 %. Mit Ausnahme von Cheddar-Käse, wo es zu einem geringfügigen Rückgang kam, tendierten die Notierungen der anderen gehandelten Produkte deutlich nach oben.

Am stärksten legte beim jüngsten GDT-Event am Dienstag dieser Woche der Index für wasserfreies Milchfett (Butteröl) zu, er stieg im Durchschnitt aller Kontrakte um 17,2 % auf 5.398 USD/t. Butter wurde mit 4.735 USD/t um 4,6 % höher bewertet. Die Notierung für Cheddar-Käse verringerte sich im Mittel um 0,3 % auf 4.082 USD/t, während Laktose mit 1.173 USD/t um 6,6 % höher bewertet wurde.

Die Milchpulver-Notierungen tendierten bei der zweiten GDT-Auktion dieses Jahres ebenfalls spürbar nach oben. Der Index für Magermilchpulver erhöhte sich im Schnitt um 7 % auf 3.243 USD/t. Die Notierung für Vollmilchpulver – das umsatzstärkste Produkt dieser Auktion – stieg um 2,2 % auf einen mittleren Wert von 3.380 USD/t.

In Summe wurden beim jüngsten GDT-Event Molkereiprodukte im Umfang von 29.606 t verkauft, damit lag die Menge unter dem Niveau der vorhergehenden Auktion (30.313 t). Die Zahl der teilnehmenden Bieter erhöhte sich dagegen von 178 auf 181.

Hohe Nachfrage

Die Kurse für die wichtigsten an der Plattform Global Dairy Trade gehandelten Milchprodukte haben sich – nach einem starken Rückgang im ersten Halbjahr 2020 – in der zweiten Jahreshälfte wieder erholt. Die Notierungen für Vollmilchpulver (+13 %), Magermilchpulver (+19 %), Butteröl (+35 %) und Butter (+44 %) liegen mittlerweile deutlich über den Vergleichswerten von September/Oktober 2020 und im Schnitt um mehr als 10 % über dem Vorjahresniveau.

Die internationalen Analysten werten den erneuten Anstieg des GDT-Index als gutes Signal. Sie weisen darauf hin, dass sich das globale Milchangebot durch Produktionssteigerungen in den wichtigsten Exportländern zwar erhöht habe, dem stehe aber eine anhaltend stabile Nachfrage gegenüber, wird betont. Der chinesische Markt sei weiterhin ein Schlüsselfaktor und derzeit aufnahmebereit. In den USA hätten die sogenannten “Food Boxes” für bedürftige Familien (ein Hilfsprogramm der Regierung) mit einem erhöhten Anteil an Milcherzeugnissen die Mehrproduktion der US-Farmer aufgenommen. Als Unsicherheitsfaktor wird weiterhin die Corona-Pandemie gesehen, hier gebe es allerdings Hoffnung durch die forcierten Impfungen, so die Experten.

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